Logo Gemeinschaftspraxis für Anästhesie; Zentrum für ambulantes Operieren; Drs. med. I. Parr, D. Kirch, M. Kühn-Jung, S. Zell, Th. Moog Pfaffplatz 10, 67655 Kaiserslautern, Telefon: (0631 316 33-0), Telefax: (0631 316 33 55), praxis -at- anaesthesie-kl.de

Patienteninformation




Ablauf für den Patienten

Anästhesiemethoden



Ablauf für den Patienten

SprechzimmerVor dem Eingriff

Vor der geplanten Operation besprechen Sie alle diesbezüglichen Details mit Ihrem Operateur. Er wird Ihnen in Absprache mit uns den OP-Termin nennen.

Bitte kommen Sie nach Möglichkeit bereits einige Tage vor dem Eingriff zum anästhesiologischen Vorgespräch in unser Zentrum. Die für die Narkose erforderlichen Voruntersuchungen führt Ihr Hausarzt oder Kinderarzt durch. Bitte bringen Sie alle relevanten Unterlagen einschließlich einer Liste Ihrer evtl. bestehenden Dauermedikation zum Vorgespräch mit. Ihr Anästhesist wird Ihnen das für Sie individuell günstigste Narkoseverfahren vorschlagen.

Wir weisen darauf hin, dass Sie nach einem ambulanten Eingriff in Narkose für 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Außerdem müssen Sie bereits im Vorfeld für eine geeignete Abholung (PKW) und eine angemessene Betreuung durch eine erwachsene Person über Nacht Sorge tragen.

Sollten Sie den geplanten OP-Termin wegen einer akuten Erkrankung oder sonstigen Umständen nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie den Operateur und uns schnellstmöglich zu informieren.

OP-SzeneDie Operation

Bitte kommen Sie pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt zur Operation.
Nur so ist ein reibungsloser Ablauf gewährleistet.

Beachten Sie, dass Sie vor der Operation nicht essen ( 6 Std.), nicht trinken (2 Std.) und nicht rauchen dürfen.

Die Fortführung einer evtl. bestehenden Dauermedikation muss mit dem Anästhesisten abgesprochen werden.

Wir empfehlen bequeme Kleidung. Bitte bringen Sie 2 Badetücher und vorhandene Hilfsmittel (Gehstützen, Kühlpackungen etc.) mit.



AufwachraumAufwachraum

Nach Ende der Operation werden Sie für ca. 2 Std. von unseren erfahrenen Pflegekräften im Aufwachraum weiter betreut.

Dies ermöglicht ein hohes Maß an Sicherheit und gewährleistet die Entlassung nur wirklich „fit“er Patienten!









AbschiedsszeneEntlassung und zu Hause

Vor der Entlassung werden Sie und Ihre Begleitperson nochmals durch die Pflegekräfte und ggf. durch den Operateur mit den erforderlichen Verhaltensregeln vertraut gemacht.

Die Nachbehandlung erfolgt in der Regel durch die Operateure in deren Praxisräumlichkeiten; die Erreichbarkeit der Kollegen klären Sie bitte mit diesen selbst ab!

Wir freuen uns wenn Sie mit der Behandlung in unserer Einrichtung zufrieden waren und wünschen Ihnen eine gute Genesung!




Anästhesiemethoden

Analgosedierung / Anästhesiologisches Stand-by

Eine Reihe operativer Eingriffe können in reiner Lokalanästhesie durchgeführt werden.
Aber bei ängstlichen und sehr unruhigen Patienten oder Patienten mit schwerwiegender Allgemeinleiden, wie z.B. Herz- und Kreislauferkrankungen, bei denen eine zusätzliche Belastung durch eine Angstreaktion oder Behandlungsstress vermieden werden muss, ist es sinnvoll eine sogenannte Analgesierung durchzuführen.

Hierbei erreicht der Anästhesist durch die Verabreichung einer Kombination von schmerzstillenden Medikamenten (Analgetika) und beruhigenden Substanzen (Sedativa) eine gelöste und schläfrige Situation für den Patienten.
Der Patient ist weiter ansprechbar und atmet selbstständig.
Die Methode ist auf bestimmte Eingriffe beschränkt; Dauer und Invasibilität begrenzen deren Einsatz.

Auch bei dieser Vorgehensweise ist eine genaue Überwachung des Patienten durch den Anästhesisten und eine kontinuierliche Registrierung der Körperfunktionen unerlässlich.

Allgemeinanästhesie

Die Vollnarkose ist ein schlafähnlicher Zustand, in welchem Bewußtsein und Schmerzempfindung völlig ausgeschaltet sind.
Sie wird in der Regel durch Verabreichung eines Schlafmittels über eine Venenkanüle eingeleitet.
Die Narkose wird dann individuell durch die Gabe von Schmerzmitteln, Schlafmitteln und bei Bedarf muskelerschlaffenden Medikamenten sowie der Zufuhr gasförmiger Narkosemittel sowie Sauerstoff aufrechterhalten und gesteuert.
Die Zufuhr gasförmiger Anästhetika kann bei sehr kurzen Eingriffen über eine Gesichtsmaske erfolgen.
Bei längeren Operationen wird dazu eine spezielle Kehlkopfmaske (Larynxmaske) in den Rachen oder ein Schlauch zwischen den Stimmbändern in die Luftröhre eingeführt (Intubation).

Während der Narkose ist sehr gut für Ihre Sicherheit gesorgt!
Herzrhythmus, Blutdruck und Sauerstoffsättigung des Blutes werden während des gesamten Eingriffs fortlaufend kontrolliert, so dass der Narkosearzt jederzeit korrigierend eingreifen kann.
Über einen Sensor in der Ausatemluft wird zusätzlich überwacht, ob das verabreichte Gasgemisch die richtige Zusammensetzung hat.
Um die Sicherheit für den Patienten weiter zu erhöhen besteht in unserer Gemeinschaftspraxis die Möglichkeit der EEG - basierten Narkosetiefenmessung! Nähere Informationen erhalten Sie während des Aufklärungsgesprächs.

Regional- oder Teilnarkoseverfahren

Diese Verfahren beseitigen das Schmerzempfinden in bestimmten Körperregionen, nicht aber des Bewußtseins. Allerdings erhält der Patient bei Bedarf bzw. auf Wunsch zusätzlich ein Schlafmittel.
Die in unserer Einrichtung durchgeführten Regionalanästhesien sind in Folgendem dargestellt:

Spinalanästhesie

Die Spinalanästhesie kann für viele Eingriffe im Bereich der unteren Körperregionen zum Einsatz kommen, so z. B. bei Leistenbruchoperationen, Operationen im Genitalbereich oder im Bereich der unteren Extremitäten.
Die Durchführung erfolgt entweder am sitzenden oder in Seitenlage liegenden Patienten. Mit einer sehr feinen Nadel wird zunächst die Punktionsstelle am Rücken medikamentös betäubt, dann das eigentliche Lokalanästhetikum in den sogenannten Spinalkanal im Bereich der Lendenwirbelsäule eingespritzt.
Die Betäubungswirkung setzt meist innerhalb weniger Minuten ein und hält in Abhängigkeit vom verwendeten Medikament bis zu mehreren Stunden an.
Während dieser Zeit ist auch die Bewegungsfähigkeit der Beine eingeschränkt.

Die intravenöse Regionalanästhesie

Für kurze und kleine Eingriffe, vor allem der Hand und am Unterarm kann das lokale Betäubungsmittel auch in eine Vene, die im Operationsgebiet liegt, gespritzt werden. Vorher wird das Blut mit Hilfe einer Gummibandage aus dem betroffenen Gebiet ausgewickelt, und oberhalb eine Blutdruckmanschette angelegt und aufgeblasen. Das lokale Betäubungsmittel verteilt sich dann in den Venen unterhalb der Blutdruckmanschette und betäubt die Nerven in diesem Bereich.

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